Hintergrund und Ablauf

Die Bundesrepublik Deutschland überarbeitet derzeit die sogenannte Tentativliste. Das ist die deutsche Liste jener Stätten, die in den nächsten Jahren zur Eintragung in die Liste der UNE-SCO-Welterbes vorgeschlagen werden sollen. Mit der Eintragung einer Stätte in die Liste des Welterbes der UNESCO wird zertifiziert, dass das eingetragene Gut von außergewöhnlichem universellem Wert (outstanding universal value) für die gesamte Menschheit ist.

 

Die Vorschläge für die Tentativliste sind zuerst auf Länderebene auszuwählen. Das Land Rheinland-Pfalz führt derzeit diesen landesinternen Auswahlprozess durch. Mögliche künftige Welterbestätten mussten ihr Interesse bis 30. Juni 2021 beim Land Rheinland-Pfalz anmelden, das im Herbst 2021 aus allen eingegangenen Unterlagen zwei Bewerbungen auswählt und an den Bund weitermeldet.

 

Der Zeitplan für die Zeit danach sieht wie folgt aus:

  • 10/2021: Einreichung von Bewerbungen im Kulturerbebereich durch die Bundesländer
  • 12/2022: Eingang von Vorschlägen aus dem Naturschutzbereich bei der Kultusministerkonferenz
  • 03/2023: Vorlage des Abschlussberichts des Fachbeirats
  • 10/2023: Beschluss der neuen Tentativliste durch die Kultusministerkonferenz
  • 01/2024: Einreichung der neuen Tentativliste bei der UNESCO
  • 01/2025: früheste Möglichkeit zur Einreichung einer ersten neuen Stätte aus der neuen Tentativliste beim Welterbezentrum der UNESCO

 

Der Verein Weltkulturerbe Moseltal e.V. hat sich entschieden, dem Land Rheinland-Pfalz die Kulturlandschaft Moseltal als mögliche Welterbestätte vorzuschlagen. Mit der Ausarbeitung des Vorschlags hatte der Verein ein Team aus den Büros michael kloos planning and heritage consul-tancy (Prof. Dr. Michael Kloos, Aachen) und schimek plant (Dipl-Ing. Michael Schimek, MA, Krems/Österreich) beauftragt.